

Flughafen

Der Flugplatz von Ascona, gelegen in der Talebene der Melezza direkt am Lago Maggiore, war über Jahrzehnte ein Symbol für die touristische und technische Aufbruchstimmung des Tessins.
Eröffnet im Jahr 1947, verkörperte er den Glamour der Nachkriegszeit, als Ascona zum Treffpunkt der internationalen High Society und zahlreicher Intellektueller wurde. Privatmaschinen aus ganz Europa landeten auf der Graspiste, um Gäste direkt vor die Tore der luxuriösen Hotels und zum Monte Verità zu bringen.
Besondere Bedeutung erlangte das Areal durch die enge Verbindung zur Fliegerei und zum Segelflug. In den 1950er- und 60er-Jahren herrschte reger Betrieb; der Flugplatz galt als einer der charmantesten Landeplätze der Schweiz, da der Anflug über den See und die umliegenden Berge fliegerisches Geschick und eine spektakuläre Aussicht bot. Prominente Persönlichkeiten und wohlhabende Reisende nutzten die kurze Distanz zum Dorfzentrum, was den Ruf Asconas als exklusive Destination festigte.
Das Ende der fliegerischen Ära kam im August 1997, als der Flugplatz aus Sicherheits- und Lärmschutzgründen sowie aufgrund der touristischen Neuausrichtung geschlossen wurde.
Das Gelände dient heute als wertvolles Naturschutzgebiet und Naherholungszone. Ein Teil des Areals wird zudem für bedeutende sportliche Großveranstaltungen genutzt, wie etwa das renommierte internationale Springreitturnier CSI Ascona. Wo einst Flugzeuge starteten, prägen nun ökologische Vielfalt und sportliche Höhepunkte das Bild, doch in der Geschichte des Ortes bleibt der Flugplatz als ein Kapitel voller Eleganz und Modernität fest verankert.