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Kirche Santa Maria della Misericordia

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Die Kirche Santa Maria della Misericordia ist ein wesentlicher Bestandteil des monumentalen Komplexes des Collegio Papio und prägt mit ihrem schlanken Glockenturm die Silhouette von Ascona.

 

Erbaut zwischen 1399 und 1442, repräsentiert sie den Übergang von der Spätgotik zur Renaissance und gilt als eines der bedeutendsten Sakralgebäude der Region. Ursprünglich als einfache Kapelle begonnen, wurde sie durch Schenkungen und den Einfluss der Familie Papio zu einer prachtvollen Stiftskirche erweitert.

Das Innere der Kirche beherbergt einen der umfassendsten und besterhaltenen Freskenzyklen des 15. und 16. Jahrhunderts im Tessin. Die Wandmalereien erzählen in lebendigen Farben biblische Geschichten und Heiligenlegenden, die den Gläubigen über Jahrhunderte als visuelle Bibel dienten.

 

Besonders hervorzuheben ist der spätgotische Stil, der in der Architektur der einschiffigen Halle mit ihrem Kreuzrippengewölbe perfekt zum Ausdruck kommt.

Ein kunsthistorisches Highlight ist der prächtige Hochaltar aus dem Jahr 1519, ein Werk des Meisters Giovanni de Loro. Das Altarbild zeigt die thronende Muttergottes und zeugt von der hohen handwerklichen Qualität der lombardischen Schule.

 

Die Kirche ist nicht nur ein Ort der Stille und des Gebets, sondern auch ein Zeugnis für die enge Verbindung zwischen dem Collegio Papio und der spirituellen Entwicklung Asconas, die bis heute in den Mauern dieses historischen Gotteshauses spürbar bleibt.

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Tafel Collegio und Kirche.jpg

© 2026 Jonny Frehner, Ascona. Alle Rechte vorbehalten.

Vintage Poster & Kunsthandel: www.art3000.ch

Ein Tessiner Krimi aus Ascona, Krimi Tessin

Kriminalroman mit Schauplätzen am Lago Maggiore, Schweiz

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